Von:
Lisa Schürmann

e-lob.de

Quer durch die Regionen Kameruns geht der Bildreigen:

Ich erkenne eine bunte Vielfalt von Frauen, sie sind miteinander verflochten. Es ist kaum zu unterscheiden, wo welche Frau was tut. Ich werde eingeladen, in das Leben einzutauchen. Sehen wir den Frauen beim Kochen zu, beim Wasserholen, mit ihren Kindern, beim Tanzen und Trommeln. Alles wendet sich der Mitte zu, ins Helle, auf das Licht Gottes und das Kreuz. Die Schöpfung atmet das Lob Gottes in ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum. Die Kokospalme und die Fächerpalme scheinen Gottes Lob zu singen. Sogar der Hahn kräht morgens das Lob Gottes.

„All die Fülle liegt in Dir, o Gott, alle Schönheit kommt von Dir, o Herr.“ „Alles, was Atem hat, lobe Gott.“

Die Taube als Symbol der Geistkraft Gottes schwebt im hellen, Licht durchfluteten Bild. Ein Kreuz, das Symbol des Weltgebetstages der Frauen, bildet die Mitte, deutet in ihrer Verlängerung auf die Bibel, auf Gottes Wort. Gottes Gegenwart im Alltagsleben der Frauen in Kamerun ist spürbar. Wir sehen zum Gebet gefaltete Hände, Frauen, die in ihrer je eigenen Art und Weise Gott anbeten und loben.

Die Frauen Kameruns empfinden das Leben als das höchste Geschenk Gottes an die Menschen. Für dieses Geschenk wollen sie Gott loben, auch in schwierigen Situationen und in ihrem Alltag. Die kamerunische Künstlerin Reine Claire Nkombo hat das Jahresmotiv zum Weltgebetstag 2010 entworfen. Sie nennt ihr Bild „Lob dem Ewigen“.

„Alles, was Atem hat, lobe Gott“ - Diesen Titel hat der Weltgebetstag am ersten Freitag im März 2010. Die Frauen aus dem zentralafrikanischen Kamerun haben für diesen Gottesdienst die Liturgie geschrieben, haben passende Bibelstellen und Lieder ausgewählt. Den Gottesdienst zum Weltgebetstag, einer große internationale, ökumenische Basisbewegung, feiern Jahr für Jahr Frauen, Männer und Kinder in 170 Ländern.

(nach einer Bildmeditation von Ingrid Kraus)